Versteigerungsbedingungen

 

Präambel:

Die Auktion erfolgt im fremden Namen und für fremde Rechnung, das heißt im Namen und für Rechnung des jeweiligen Einlieferers. Das Pfandleihhaus Schauer führt lediglich Vermittlungsleistungen aus. Der Zuschlag bewirkt eine Lieferung zwischen Einlieferer (Pfandgeber) und Erwerber (Ersteher). Auf Nachfrage und Bedarf eines Kaufvertrages/Rechnung teilt das Leihhaus Schauer jederzeit den Namen und die Anschrift des Einlieferers mit.

  1. Die Beschreibung der Bezeichnung der zur Versteigerung gelangenden Gegenständen werden nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen, stellen jedoch keine zugesicherten Eigenschaften im Sinne der §458 ff BGB dar. Alle zur Versteigerung gelangenden Gegenstände können vor bzw. während der Versteigerung besichtigt und begutachtet werden. Sie werden in dem Zustand versteigert, in dem sie sich befinden, ohne Gewähr und Haftung für offene und versteckte Mängel sowie Zuschreibung. Insoweit werden die Pfänder verkauft – wie besichtigt und gesehen – unter Ausschluss jedweder Sachmängelhaftung. Spätere Beanstandungen gleich welcher Art müssen daher unberücksichtigt bleiben. Für Katalogbeschreibungen sowie schriftliche oder mündliche Erläuterungen wird nicht gehaftet. Ausgenommen ist ein Ausschluss oder eine Begrenzung der Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung des Verwenders oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Verwenders beruhen (§ 309 Abs. 7a BGB); sowie ein Ausschluss oder eine Begrenzung der Haftung für sonstige Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Verwenders oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Verwenders beruhen § 309 Abs. 7b BGB).
  2. Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf ein Übergebot nicht erfolgt. Der Versteigerer kann den Zuschlag verweigern, z.B. bei Nichterreichen des Limitpreises. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbehalt so ist der Bieter auf die Dauer von 3 Tagen an seinem Gebot gebunden. Erhält er nicht innerhalb dieser Zeit den vorbehaltslosen Zuschlag so erlischt es. Wird ein Vorbehalt nicht angenommen, kann die Versteigerungsnummer ohne Rückfrage an den Limitbieter abgegeben werden. Bei Auseinandersetzungen oder Zweifel am Zuschlag oder wenn der Meistbietende sein Gebot nicht gelten lassen will, ist der Versteigerer berechtigt neu auszubieten. Der Versteigerer kann einzelne zur Versteigerung gelangende Gegenstände zusammenfassen, trennen, außerhalb der Reihenfolge ausbieten oder zurücknehmen.
  3. Der Zuschlag verpflichtet zur Bezahlung und Abnahme der ersteigerten Gegenstände. Der Kaufpreis ist sofort nach der Auktion in bar an den Versteigerer oder eine von ihm beauftragte Person zu entrichten. Zuzüglich zum Zuschlagspreis wird ein Aufgeld in Höhe von 12 % bis 100,00 € und 6 % über 100,00 € vom bestellten Auktionator erhoben. In diesem Aufgeld ist die im Rahmen des Agenturgeschäftes fällige MwSt. enthalten.
  4. Wenn der Ersteher trotz Mahnung und nach Setzung einer Frist von 2 Wochen die Abnahme verweigert und/oder die fälligen Beträge nicht bezahlt, ist der Versteigerer nach Wahl berechtigt die Rechte aus dem Zuschlag durchzusetzen oder das Versteigerungsgut erneut zu versteigern bzw. frei zu verkaufen. Evtl. Schadensersatzansprüche bleiben davon unberührt.
  5. Das Eigentum an den ersteigerten Gegenständen geht erst nach vollständiger Bezahlung vom Einlieferer an den Erwerber über. Dies gilt auch für einen Privatverkauf.
  6. Die Abnahme der ersteigerten Gegenstände muss sofort nach vollständiger Bezahlung erfolgen. Eine Haftung für etwaige Beschädigungen oder Verlust der Güter übernimmt der Versteigerer nicht. Jede Verwahrung und der Transport erfolgt auf Kosten und Risiko des Erwerbers.
  7. In den Auktions- und Geschäftsräumen haften die Besucher (Eltern haften für ihre Kinder) insbesondere bei der Besichtigung ungeachtet eines Verschuldens für alle verursachten Schäden.
  8. Werden vom Versteigerer Schätzpreise genannt, so sind dies Preise, die aufgrund der Erfahrung und Kenntnis der Marktlage unverbindlich sind. Entsprechend der jeweiligen Nachfrage können jedoch die einzelnen Objekte in der Auktion Preise erzielen, die darüber oder darunter liegen.

Die Abgabe eines Gebotes bedeutet die Anerkennung dieser Versteigerungsbedingungen.
Erfüllungsort und Gerichtsstand für Kaufleute ist Fürth.